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Leute - Kärnten
Dieser Welpe hat bereits ein schönes zu Hause gefunden.
Dieser Welpe hat bereits ein schönes zu Hause gefunden. © Stephanie Planegger

Immer mehr Tiere werden wieder zurückgebracht

Anfragen steigen: „Welpen sind kein Corona-Zeit­vertreib“

Kärnten – Wer kennt das nicht? Man sieht einen Hundewelpen und verliebt sich augenblicklich in das liebreizende Geschöpf. Welche Aufgaben und Verpflichtungen sind aber eigentlich mit der Adoption eines jungen Vierbeiners verbunden? „So süß Welpen auch sind, es ist einfach sehr viel Arbeit damit verbunden und dies unterschätzen leider sehr viele Menschen“, beteuert das Team von „Tierschutz aktiv Kärnten“.

 4 Minuten Lesezeit (560 Wörter) | Änderung am 20.01.2021 - 16.40 Uhr

Von Elisa Auer. Nachdem sich zurzeit viele im Home-Office befinden, steigt die Verlockung, sich einen Hundewelpen zuzulegen. Da die meisten ohnehin viel daheim sind und jeder Spaziergang eine gelungene Abwechslung zum Alltagstrott darstellt, scheint es die ideale Zeit für einen Hund zu sein. „Die Aufgaben und Pflichten, die mit einer solchen Anschaffung einhergehen, sind jedoch nicht zu unterschätzen. Denn auch nach dem Lockdown benötigt der junge Hund viel Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit und vor allem Zeit“, erklären Martina Raschl und Stephanie Planegger vom Verein „Tierschutz aktiv Kärnten“.

„Manchen ist es komplett egal, dass der Hund allein sein müsste“

Immer mehr Leute adoptieren Hundewelpen, ohne sich davor ausreichend über die nötigen Ressourcen und budgetären sowie zeitlichen Verpflichtungen zu informieren, die mit einem Tier verbunden sind. „Die Nachfrage ist derzeit enorm! Wir sind auch erschüttert, dass fast nur Leute dabei sind, die keine Ahnung von Hunden haben und denen es auch komplett egal ist, dass der Hund dann 8 bis 10 Stunden allein sein müsste, wenn sie wieder arbeiten gehen müssen“, müssen Planegger und Raschl feststellen, die täglich mehrere Anfragen zu den niedlichen Vierbeinern bekommen.

Dein Hundebaby braucht dich …

„Ein Hundewelpe ist ein Baby, das heißt, es liegt in der Verantwortung des Besitzers, dem Hund alles Nötige beizubringen, damit er eine Alltagstauglichkeit erlangt“, betonen die beiden Tierschützerinnen. Die Besitzer müssen den Welpen mit allen Situationen des Alltags vertraut machen, unter anderem auch mit ihrem neuen zu Hause. Deshalb ist es besonders anfangs wichtig, viel daheim zu sein. Schließlich ist für den Hundewelpen alles Neuland, da er sich in einem ungewohnten, fremden Umfeld befindet, weshalb der Besitzer die wichtigste Bezugsperson darstellt. Wird dem Hund in dieser Phase nicht ausreichend Schutz und Beistand vermittelt, so kann dieser eine Trennungsangst entwickeln.

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Dieser Welpe hatte Glück: Er wurde bereits erfolgreich ermittelt.

Dieser Welpe hatte Glück: Er wurde bereits erfolgreich ermittelt. - © Stephanie Planegger

Auch Hunde kommen in die Pubertät

„Auch hier ist es wichtig in kleinen Schritten dem Hund beizubringen, dass es nicht schlimm ist, auch mal für eine Zeit allein zu sein“, rät das Team von „Tierschutz aktiv Kärnten“ allen zukünftigen Hundebesitzern. Hundewelpen haben abwechselnd Spiel- und Schlafphasen, diese müssen beobachtet werden, da die frisch gebackenen Vierbeiner nach jedem Fressen, Schlafen und Spielen ihr Geschäft verrichten. Behält man hierbei den Überblick, dann bekommt man seinen Welpen auch schnell stubenrein. Auch die weiteren Lebensphasen gestalten sich nicht als unproblematisch. „Die Pubertät ist bei einigen Hunden wirklich sehr anstrengend, da die Hunde quasi über Nacht ‚vergessen‘ was sie eigentlich gelernt haben“, informieren Planegger und Raschl.

Auch die finanziellen Mittel spielen eine Rolle

Was viele auch unterschätzen, sind die Kosten, die mit der Anschaffung eines Hundewelpen verbunden sind. Neben der Stillung alltäglicher Grundbedürfnisse wie Futter sind laufende Tierarztkosten sowie eine Schutzgebühr zu zahlen. Des Weiteren stehen Friseurbesuche, regelmäßige Impfungen, Kastration, Entwurmungen sowie Besuche in der Hundeschule an der Tagesordnung und sind mit zusätzlichen Kosten verbunden. „Gerade, wenn man mit einem Tier sein Leben verbringen möchte, muss man auch daran denken, dass es irgendwann alt wird und meistens dann auch die Tierarztkosten anfallen“, beteuert das „Tierschutz aktiv Kärnten“-Team.

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Auch dieser Welpe hat eine Familie gefunden, die sich gut um ihn kümmert.

Auch dieser Welpe hat eine Familie gefunden, die sich gut um ihn kümmert. - © Stephanie Planegger

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