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Ein Security-Mitarbeiter eines Kärntner Krankenhauses forderte eine Schwangere trotz Ausnahme auf, eine FFP2-Maske aufzusetzen.
SYMBOLFOTO Ein Security-Mitarbeiter eines Kärntner Krankenhauses forderte eine Schwangere trotz Ausnahme auf, eine FFP2-Maske aufzusetzen. © pixabay.com

"Fühlte mich erniedrigt und missverstanden"

Schwangere im Kranken­haus: „Musste, trotz Ausnahme, eine FFP2-Maske aufsetzen!“

Kärnten – In Österreich muss aktuell in vielen Bereichen eine FFP2-Maske getragen werden. Von der Regel ausgenommen sind bestimmte Personengruppen, etwa Schwangere. Eine 5-Minuten-Leserin, die ein Kind erwartet, erzählt: "Ein Security-Mitarbeiter in einem Krankenhaus wollte mich nicht einlassen, weil ich keine FFP2-Maske getragen habe." Sie fühlte sich erniedrigt und missverstanden.

 3 Minuten Lesezeit (460 Wörter)

Auf der Website des Gesundheitsministeriums ist aktuell zu lesen: „Schwangere sind von der FFP2-Pflicht ausgenommen, sie müssen stattdessen allerdings einen Mund-Nasen-Schutz tragen.“ Das dürfte jedoch vielen nicht klar sein, wie ein kürzlicher Krankenhausbesuch einer 5-Minuten-Leserin zeigt.

Schwangere Kärntnerin musste ins Krankenhaus

„Ich war vor kurzem im Krankenhaus, da ich vermutet habe, dass ich Fruchtwasser verliere“, erzählt die 5-Minuten-Leserin. Aktuell sei sie in der 31. Schwangerschaftswoche und habe eine „Risikoschwangerschaft“. Für die Kärntnerin war es daher selbstverständlich, sich mit einer Untersuchung im Krankenhaus abzusichern. Doch der Krankenhausbesuch stellte sich als komplizierter dar, als es die 5-Minuten-Leserin zuvor gedacht hätte.

Security-Mitarbeiter hielt Schwangere auf

Nachdem die Kärntnerin nach Schilderung ihrer Befürchtung, Fruchtwasser zu verlieren, von ihrem Frauenarzt an ein Kärntner Krankenhaus verwiesen wurde, kam es dort bereits beim Eingang zu Problemen. „Ich musste dort mit dem Security-Mitarbeiter diskutieren. Er hat nämlich gemeint, dass auf dem gesamten Krankenhausgelände eine FFP2-Maskenpflicht herrsche. Wenn ich keine solche Maske aufsetzen würde, wollte er mich nicht weiterlassen“, schildert die Kärntnerin ihr Erlebnis. Sie kritisiert: „Ich habe dem Security-Mitarbeiter ja gesagt, dass ich schwanger bin und Schwangere von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen sind. Trotzdem musste ich eine FFP2-Maske aufsetzen.“

Stundenlanges Warten im Krankenhaus

In Sorge um ihr ungeborenes Kind gab die 5-Minuten-Leserin schließlich nach und setzte sich eine FFP2-Maske auf. „Ich ging dann in die Schwangerenambulanz. Dort musste ich aufgrund dessen, dass ich ja keinen Termin hatte, sondern nur vom Frauenarzt ins Krankenhaus verwiesen wurde, mehrere Stunden warten, bis ich endlich mal untersucht worden bin.“ Rund 4,5 Stunden habe die Kärntnerin mit der FFP2-Maske auf ihre Untersuchung gewartet. Die Folgen: „Ich hatte dann schon Kreislaufbeschwerden, Kopfweh und bekam schwer Luft.“ Die positive Nachricht: „Gott sei Dank hat sich meine Befürchtung als negativ herausgestellt, ich habe also kein Fruchtwasser verloren.“

„Fühlte mich erniedrigt und missverstanden“

Über die Diskussion mit dem Security-Mitarbeiter im Krankenhaus ärgert sich die 5-Minuten-Leserin sehr. „Ich habe ihm ja erklärt, dass ich von der FFP2-Pflicht ausgenommen bin, er meinte jedoch, dass jeder, egal ob schwanger oder nicht, in diesem Krankenhaus eine FFP2-Maske tragen müsse. Ich habe mich sehr erniedrigt und missverstanden gefühlt, weil ich mich ja genau informiert habe und es liegt ja überall auf, dass Schwangere von dieser Maskenpflicht befreit sind und weiterhin die MNS-Maske tragen dürfen.“

„Muss mich immer wieder rechtfertigen“

Doch nicht nur im Krankenhaus wird die Kärntnerin immer wieder auf das Tragen einer FFP2-Maske aufmerksam gemacht. „Auch in den meisten Geschäften werde ich immer wieder auf die FFP2-Masken hingewiesen. Dann muss ich mich immer wieder rechtfertigen und sagen, dass ich schwanger bin und Schwangere von dieser Pflicht ausgenommen sind.“

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