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Wirtschaft - Klagenfurt
LR Sebastian Schuschnig beim Start des Wasserstoff-Schwerpunktes des Landes Kärnten im Jahr 2020.
LR Sebastian Schuschnig beim Start des Wasserstoff-Schwerpunktes des Landes Kärnten im Jahr 2020. © Büro LR Schuschnig

Die Zukunftsausrichtung Kärntens:

Grüne Innovationen als Zukunfts- und Job­chance für Kärnten

Kärnten – Ein Bericht des Kärntner Forschungs- und Wissenschaftsrates sieht im Grünen Deal der EU viel Potenzial für Kärnten. In der kommenden Regierungssitzung soll näher darüber diskutiert werden. 

 5 Minuten Lesezeit (631 Wörter) | Änderung am 19.02.2021 - 13.52 Uhr

Intensiv und laufend beschäftigen sich die hochkarätigen Expertinnen und Experten im Kärntner Forschungs- und Wissenschaftsrat (FWR) mit der Zukunftsausrichtung Kärntens. Ein aktueller Bericht des Beratungsgremiums wird in der kommenden Regierungssitzung besprochen. Darin wird eine noch stärkere Ausrichtung auf die Ziele des Grünen Deals der EU empfohlen. „Wir danken dem Rat für seine tolle Begleitung und Beratung. Fachliche Außensicht ist bei strategischen Planungen besonders wertvoll. In den nationalen und EU-weiten Förderprogrammen liegt viel Potenzial für Kärnten, das wir heben müssen“, betonen Landeshauptmann Peter Kaiser, LHStv.in Gaby Schaunig und Landesrat Sebastian Schuschnig am heutigen Freitag.

Über die Ziele des Grünen Deals der EU

Der europäische Grüne Deal ist ein Fahrplan für eine nachhaltige EU-Wirtschaft. Zu den Zielen gehören der Übergang zu einer sauberen und kreislauforientierten Wirtschaft, die Wiederherstellung der Biodiversität und die Bekämpfung der Umweltverschmutzung. „Diese hoch gesteckten Ziele können nur durch breite Zusammenarbeit erreicht werden. Der Kärntner Forschungs- und Wissenschaftsrat unter dem Vorsitz von Univ.-Prof.in Christiane Spiel spielt dabei eine wichtige Rolle und zeigt die Richtung auf, die wir einschlagen können, um die Zukunfts- und Jobchancen der Megatrends Nachhaltigkeit und Digitalisierung bestmöglich zu nutzen“, sagt Kaiser.

Für eine lebenswerte Umwelt für Kinder und Enkel

Der Landeshauptmann unterstreicht auch die Bedeutung für den Arbeits- und Lebensstandort Kärnten: „Mit der Ausrichtung auf nachhaltiges, umwelt- und klimaschonendes Wirtschaften tragen wir unserem Anspruch der Enkelverantwortung Rechnung: Alles zu tun, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder ein Kärnten vorfinden, indem sie eine lebenswerte Umwelt und ein perspektivenreiches Umfeld vorfinden, das ihnen alle Möglichkeiten bietet, sich und ihre Träume zu verwirklichen.“

Kärnten in guter Ausgangsposition

Technologie- und Arbeitsmarktreferentin Schaunig betont: „Mit unseren Forschungsschwerpunkten sind wir in einer guten Ausgangsposition: Elektronikbasierte Systeme gehören zu den Schlüsseltechnologien für den grünen Fortschritt. Dazu kommt großes Know-how rund um den nachwachsenden Rohstoff Holz. In beiden Bereichen kooperieren Forschungseinrichtungen und Unternehmen bereits sehr erfolgreich. Wir arbeiten ständig daran, noch mehr Kooperationsmöglichkeiten zu schaffen, etwa zuletzt mit dem Eintritt Kärntens in den steirischen Green Tech Cluster“. In seinem Bericht begrüßt der Rat Kärntens Engagement im Green Tech Cluster explizit und rät zu einer raschen Mobilisierung der Potenziale.

„H2Carinthia“ als europaweites Leuchtturmprojekt

Wirtschaftslandesrat Schuschnig zeigt sich erfreut, dass der FWR auch die Chancen, die sich für Kärnten aus der Wasserstofftechnologie ergeben, als groß einstufte: „Wir schaffen mit ‚H2Carinthia‘ ein europaweites Leuchtturmprojekt, das Ökoinnovationen, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft vereint. Die gleich doppelte Nutzung von grünem Wasserstoff in der Industrie und Mobilität kann den Standort auf die Landkarte der europäischen Innovationsführer bringen.“ Gemeinsam mit Infineon, Postbus, OMV, der HyCentA GmbH und weiteren Partnern aus der Wirtschaft könnten schon bald wasserstoffbetriebe Busse in der Region Villach Realität sein. Auch der FWR sieht in diesem Projekt große Chancen und rät dem Land zur Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts. „Das kann ganz neue wirtschaftliche Chancen, Betriebsansiedelungen und Zukunftsjobs nach Kärnten bringen“, betont Schuschnig. Nun werde für dieses Projekt eine Fördermatrix erstellt.

Über den FWR

Eingerichtet hat die Kärntner Landesregierung den Forschungs- und Wissenschaftsrat 2019. Mit seinen Empfehlungen soll er einen Beitrag zur Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandortes Kärnten leisten und an der Ausarbeitung wesentlicher Strategien im Bereich Forschung-, Technologie- und Innovationsentwicklung mitwirken. Mitglieder im Rat sind – neben der Vorsitzenden Univ.-Prof.in Spiel – FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner, Univ.Prof. Josef Glößl, AWS-Geschäftsführerin Edeltraud Stiftinger, FH-Prof. Johann Kastner und Univ.-Prof. Gerhard Sorger. Die Mitglieder kommen vierteljährlich zusammen und stehen im intensiven Austausch mit den Kärntner Förderstellen, mit der Wirtschaft und dem Forschungs- und Wissenschaftsbetrieb.

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