fbpx

Zum Thema:

02.03.2021 - 11:28Kärntner Gastro­nomie ärgert sich über „laxe Pandemie­bekämpfung“28.02.2021 - 12:09Tisch direkt an der Grenze: Wirt liefert italienische Pizzen nach Kärnten26.02.2021 - 08:17Experten geben Tipps zur Reinigung und Hygiene in der Hotellerie24.02.2021 - 11:51Gastro fordert: „Selbst­tests sollen als Ein­tritts­test an­er­kannt werden“
Wirtschaft - Kärnten
Marianne Daberer vom Biohotel Daberer
Marianne Daberer vom Biohotel Daberer © Biohotel Daberer

Daberer: "Wir brauchen klare Perspektiven!"

#legostatt­gaeste: Kleine Lego-Figuren ver­mitteln ernste Bot­schaft

St. Daniel im Gailtal – Nach der Aktion "5 vor 12" folgt nun ein Aufschrei aus der Hotellerie. Unter dem Hashtag  #legostattgaeste machen derzeit zahlreiche Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe aus ganz Österreich darauf aufmerksam, dass sie ihre Unternehmen weiterhin geschlossen halten müssen. Wir haben die Aktion zu ihrem Ursprung zurückverfolgt und für euch mit Marianne Daberer vom Biohotel Daberer gesprochen. 

 3 Minuten Lesezeit (396 Wörter) | Änderung am 20.02.2021 - 18.14 Uhr

Beim Check-in an der Rezeption, entspannt bei einer Massage oder bei einem Gläschen Wein in der Sonne: Im Moment kursieren überall in den sozialen Medien Bilder von kleinen Lego-Figuren, welche die Vorzüge verschiedenster Tourismusunternehmen in ganz Österreich genießen. Doch hinter den teils knuffigen Bildern, steckt eine wichtige Community-Aktion für Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die seit 2. November 2020 aufgrund der Corona-Maßnahmen geschlossen bleiben müssen. Die Aktion wurde von Marianne Daberer ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ihrem Bruder Christian leitet sie ein Biohotel in St. Daniel im Gailtal.

ANZEIGE
Hinter den Lego-Bildern steckt eine ernste Botschaft.

Hinter den Lego-Bildern steckt eine ernste Botschaft. - © Biohotel Daberer

So wurde das Kinderspielzeug zum Social-Media-Hit

„Mit der Länge der Betriebsschließung wird die Situation immer mühsamer. Wenn man ein Hotel führt und das leidenschaftlich gerne macht, dann möchte man es nicht Monate lang geschlossen sehen“, schildert die Hotelfachfrau. Als sie ihre Kinder beim Spielen mit einigen Lego-Figuren beobachtete, kam ihr die zündende Idee. „Eine Figur ist einsam liegen geblieben. Ich habe die Situation beobachtet und mir gedacht, dass man die in Szene setzen könnte. Am nächsten Tag hab ich mir von den Buben zwei Figuren ausgeliehen und hab sie beim Check-in an der Rezeption fotografiert“, erzählt Marianne im Gespräch mit 5 Minuten. Das Bild stellte sie mit dem Hashtag #legostattgaeste auf die Social-Media-Seiten ihres Hotels und rief Betreiber von Beherbergungsbetrieben, Restaurants und Gasthöfen dazu auf, es ihr gleichzutun.

Hunderte Betriebe haben bereits teilgenommen

Einige hundert Betriebe aus ganz Kärnten und Österreich haben bereits an der Aktion teilgenommen. Rückhalt kommt auch aus Südtirol und Deutschland. Marianne erzählt: „Ich war erstaunt, wie schnell das gegangen ist.“ Die Botschaft hinter den Bildern ist eindeutig: „Wir leben von dem, was wir tun. Wir lieben, das was wir tun. Seit dem Pandemiebeginn haben wir uns viele Qualitäts- und Sicherheitsmaßnahmen überlegt und  sind bereit weitere Maßnahmen umzusetzen. Aber so kann es nicht weitergehen. Uns geht die Luft aus.“ Darum fordern sie alle: „Wir müssen Teil der Lösung sein. Wir brauchen klare Perspektiven!“

Auf das Originalposting …

… folgten viele weitere!

Gastronomie- und Hotelbetriebe aus ganz Kärnten und Österreich nahmen mittlerweile schon an der Aktion teil.

ANZEIGE