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Politik - Klagenfurt
Am Bild: Peter Wedenig (GF AMS Kärnten) und Frauenreferentin LR.in Sara Schaar.
Am Bild: Peter Wedenig (GF AMS Kärnten) und Frauenreferentin LR.in Sara Schaar. © Büro LR.in Schaar

Frauen von Krise besonders betroffen

Für Frauen am Arbeits­markt: AMS und Land verstärken Zusammen­arbeit

Kärnten – Frauen sind momentan stärker von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt betroffen, als Männer. Um ihnen nun mehr Perspektiven zu bieten, verstärken AMS und Land Kärnten die bestehende Zusammenarbeit.

 5 Minuten Lesezeit (613 Wörter)

Seit einem Jahr bestimmt die Corona-Krise auch die Lage am Kärntner Arbeitsmarkt. Waren am Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 Männer stärker betroffen, so traf es ab Herbst zunehmend die Frauen – aufgrund von anhaltenden coronabedingten Einschränkungen und Lockdowns insbesondere in frauendominierten Branchen wie Hotellerie, Gastronomie, Handel und persönliche Dienstleistungen. Um Frauen mehr Perspektiven zu bieten, verstärken AMS und Land Kärnten daher die bestehende Zusammenarbeit: „Es ist unser Ziel, Fördermöglichkeiten und Expertise intensiver zu verknüpfen, zukunftsträchtige Weiterqualifizierungen für Frauen zu forcieren und potentielle Arbeitskräfte und Betriebe gezielt zusammen zu bringen“, betonen Frauenreferentin LR.in Sara Schaar und AMS-Kärnten Geschäftsführer Peter Wedenig. „Dabei legen wir den Fokus stark auf die Regionen: Mit gemeinsamen Arbeitsmarktimpulsen wollen wir vor Ort die Chancen von Frauen auf nachhaltige Beschäftigung in existenzsichernden Jobs erhöhen.“

“Mittel sollen gezielt eingesetzt werden”

Konkret wird ein enger Austausch stattfinden in Bezug auf den Frauenbildungsfonds des Landes. Schaar: „Gerade in Krisenzeiten sind zukunftsträchtige Qualifizierungsmaßnahmen wichtig. Die Mittel sollen gezielt eingesetzt werden, sodass Frauen in der Folge Jobs finden können, die ihnen ein gesichertes Einkommen gewährleisten.“ Hier sollen vor allem jene Ausbildungen gefördert werden, die arbeitsmarktpolitisch sinnvoll und nachgefragt sind. „Das sind derzeit insbesondere ,Zukunftsberufe‘ im MINT-Bereich (Mathematik, Information, Naturwissenschaften, Technik) sowie im Gesundheits-, Sozial- und Pflegebereich“, erklärt Wedenig.

Ausbau von “FiT – Frauen in Handwerk und Technik”

Ein weiterer Schritt ist der Ausbau des Programmes „FiT – Frauen in Handwerk und Technik“. Die Corona-Krise hat die Digitalisierung und Automatisierung vorangetrieben und den strukturellen Wandel am Arbeitsmarkt zusätzlich beschleunigt. Gleichzeitig orientiert sich die Berufsausübung immer noch stark an Geschlechter-Stereotypen. „Mit dem Ausbau des FiT-Programms unterstützen wir Frauen nun noch stärker auf dem Weg in eine neue berufliche Zukunft. Sie erhalten die Möglichkeit, eine Ausbildung in einem handwerklich oder technischen Bereich zu absolvieren, zum Beispiel zur Mechatronikerin, Informationstechnikerin, Elektrotechnikerin oder Maschinenbautechnikerin“, so Schaar. Gleichzeitig wird ein Akzent in Richtung Fachkräftebedarf gesetzt. „Das FiT-Programm ermutigt, begleitet und unterstützt Frauen dabei, eine Ausbildung in nicht traditionellen Berufen zu absolvieren; in Berufen mit mehr Aufstiegschancen und zumeist mit besserer Bezahlung“, sagt Wedenig.

Pilotprojekt im Bezirk Spittal an der Drau

Der demographische Wandel und die Abwanderung in den städtischen Raum bilden weitere Herausforderungen. AMS und Land forcieren daher gemeinsam die regionale Vernetzung von Wirtschaft und Arbeitskräften in allen Kärntner Bezirken ausgehend vom Bezirk Spittal an der Drau. „Gerade jetzt ist es wichtig, regionale Potenziale zu nutzen und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft zu stärken“, so Wedenig und Schaar. Mit dem Pilotprojekt „Zukunftskonferenz Region Oberkärnten“ werden Frauen, Unternehmen, Organisationen und Gemeinden aus der Region Spittal an der Drau zusammengebracht. Alle Beteiligten erhalten die Möglichkeit, ihre Zukunft ein Stück weit mitzugestalten. Bis zum Herbst wird gemeinsam ein Handlungsleitfaden erarbeitet, von dem alle gleichermaßen profitieren. In der Folge soll das Projekt auf ganz Kärnten ausgerollt werden. „In Kooperation mit ansässigen Betrieben wollen wir Arbeitsplätze für Frauen in den Regionen schaffen und potentielle Arbeitskräfte – etwa Wiedereinsteigerinnen nach der Karenz – gezielt für diese Jobs ausbilden“, so Schaar und Wedenig.

DIe Situation am Arbeitsmarkt

Die aktuellen Daten zeigen deutlich, wie sehr die Corona-Krise Frauen am Arbeitsmarkt trifft: Zum Stichtag 28. Februar waren 33.816 Personen beim AMS Kärnten arbeitslos vorgemerkt oder in Schulung: 15.000 Frauen und 18.816 Männer. Gesamt ist das eine Zunahme gegenüber Februar 2020 von 22,5% (+6.210 Personen). Mit +30,9% (+3.540) fällt die Steigerung bei Frauen deutlich höher aus. Bei den Männern beträgt sie +16,5% (+2.670). Im Wochenvergleich wiederum zeigt sich, dass die Zahl der Arbeitslosen schrittweise abnimmt – bei Männern stärker als bei Frauen.

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