fbpx

Zum Thema:

19.04.2021 - 20:17Villacher erstand Brief vom ersten Mann auf dem Mond19.04.2021 - 16:4550er-Inzidenz: Hermagor hat zweitniedrigsten Wert in Österreich19.04.2021 - 16:07Demo-Organisator: „Beim Thema Corona gibt es nicht nur zwei Lager“19.04.2021 - 14:38Zweiter Impfdurch­gang für Schul- und Kindergarten­personal startet
Leute - Villach
Schon über 200 Personen hat Anton Pruntsch in seiner Praxis geimpft. Aktuell fehlt dazu allerdings der
Schon über 200 Personen hat Anton Pruntsch in seiner Praxis geimpft. Aktuell fehlt dazu allerdings der "nötige Stoff". © Privat / Facebook

"Verantwortlichen haben versagt"

Ärger um Impf­stoff-Lieferung: Villacher Arzt muss „Zwangspause“ einlegen

Villach – Zahlreiche Ärzte müssen derzeit eine Zwangspause bei den Corona-Impfungen einlegen. Grund: Erst nach Ostern soll neuer Impfstoff nach Kärnten geliefert werden. "Es geht einfach nichts weiter. Die verantwortlichen Personen haben versagt", findet der Villacher Arzt Anton Pruntsch. 

 2 Minuten Lesezeit (357 Wörter) | Änderung am 04.04.2021 - 19.36 Uhr

Rund 300 niedergelassene Ärzte dürfen in Kärnten gegen Corona impfen. Darunter auch der Villacher Arzt Anton Pruntsch. Schon über 200 Personen hat er in seiner Praxis geimpft. Aktuell fehlt dazu allerdings der „nötige Stoff“. „Die verantwortlichen Personen haben auf allen Linien versagt“, kritisiert der Arzt im Gespräch mit 5 Minuten.

Ärzte müssen „Zwangspause“ einlegen

Denn das Warten auf den Impfstoff zieht sich in die Länge. Erst nach Ostern wird in Kärnten mit neuen Lieferungen gerechnet. Seit Wochen hoffen niedergelassene Ärzte nicht nur auf die nötigen Impfmittel, sondern auch auf Antworten. „Man bekommt von keinen Seiten konkrete Infos. Viele Patienten wollen sich impfen lassen, doch seitens der Politik geht nichts weiter. Es ist unverständlich, dass es zu so langen Pausen kommen muss, weil nicht gründlich genug vorgesorgt oder womöglich sogar die Chance auf mehr Impfstoff vertan wurde“, so Pruntsch. Er selbst verimpfte Mitte März den letzten Impfstoff in seiner Praxis. Seitdem heißt es für den Arzt und seine Patienten: Warten.

Impfstoff in Sicht

Seitens des Landes wird mitgeteilt, dass bis Mitte April rund 3.000 Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson nach Kärnten geliefert werden sollen. „So eine lange Pause hätte man vermeiden sollen“, so Pruntsch. Rund 108.000 Impfdosen wurden in Kärnten bisher verimpft, circa 33.000 davon sind Zweitimpfungen (Stand: 1. April).

„Größte Gefahr ist, sich nicht impfen zu lassen“

„Es gibt nur eine Möglichkeit, schnellstens wieder zur Normalität zurückzukehren und das ist die Impfung“, ist der Villacher Arzt überzeugt. Auch für den umstrittenen Impfstoff Astra Zeneca macht sich Pruntsch stark. Dieser wurde bisher auch in seiner Praxis verwendet – ohne irgendwelche Zwischenfälle. „Es gibt keinen Grund, sich nicht mit Astra Zeneca impfen zu lassen. Daten aus allen Studien zeigen ein sehr gutes Sicherheitsprofil. Auch bei mir lief bisher alles ohne Komplikationen ab“, so der Villacher Arzt. Natürlich können kurzzeitig Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Muskelschmerzen oder Fieber auftreten. Dies sei aber bei allen Impfungen der Fall. „Die größte Gefahr ist nach wie vor, sich nicht impfen zu lassen“, appelliert Pruntsch abschließend.

ANZEIGE