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Politik - Villach
Bgm. Harald Haberle möchte Weißenstein noch attraktiver für junge Familien machen.
Bgm. Harald Haberle möchte Weißenstein noch attraktiver für junge Familien machen. © KK

In Weißenstein

Bgm. Harald Haberle: „Das Landleben wird immer beliebter“

Weißenstein – Die Marktgemeinde Weißenstein erfreut sich, wie viele andere ländlichen Gemeinden auch, über eine starke Nachfrage an Baugründen. Warum das so ist und welche Vorhaben der amtierende Bürgermeister Harald Haberle in seiner Amtszeit umsetzen möchte, haben wir in einem Interview mit ihm besprochen.

 4 Minuten Lesezeit (523 Wörter)

Mit über 58 % wurde Harald Haberle als Bürgermeister wiedergewählt. „Ich führe dieses erfreuliche Ergebnis auf die positive Arbeit, die wir in der Fraktion über die letzten Jahre geleistet haben zurück. Entscheidet war mit Sicherheit auch die Auswahl der verantwortlichen Personen und die Themen, die wir in dieser Amtszeit bearbeiten wollen“, äußert sich 59-Jährige zu seinem Wahlerfolg. Eines seiner Anliegen ist den massiven Ausbau im Wohnbau.

Nachfrage an Baugrund steigt

Und dies scheint auch dringend notwendig zu sein, steige doch die Nachfrage an leistbaren Grundstücken in der Gemeinde Weißenstein stetig an. „Mit 60 bis 80 Euro Quadratmeterpreis (zum Vergleich Villach liegt bei 150 bis 300 Euro) sind wir zu einer attraktiven Wohngegend geworden. Die ideale Lage zwischen Villach und Spittal und die gut ausgebaute Infrastruktur sorgt dafür, dass sich immer mehr junge Familien in unserer Gemeinde ansiedeln wollen“, so Haberle. Das Problem bestünde derzeit nur darin, dass Grundstücksbesitzer noch nicht bereit sind ihren Grund und Boden zu veräußern. „Dadurch herrscht derzeit ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.“ An möglichen Lösungen werde bereits gearbeitet, versichert der Bürgermeister.

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Die Nachfrage an Grundstücken steigt an.

Die Nachfrage an Grundstücken steigt an. - © KK

Infrastruktur ausbauen

Ein weiteres Anliegen ist dem Bürgermeister der Ausbau der Infrastruktur. „Meine Vorgänger und ich haben bereits gute Arbeit geleistet und zum Beispiel die S-Bahn-Stationen ausgebaut sowie Weißenstein eisenbahnkreuzungsfrei erschlossen“, erwähnt Haberle. Wichtig wären noch Investitionen in den Wasserbau, sodass eine energielose Wasserversorgung der Gemeinde gewährleistet werden kann. „Derzeit wird die Hauptortschaft durch Pumpen mit Trinkwasser versorgt, was bei einem Black-Out zu einem Problem werden könnte.“ Zudem möchte der Bürgermeister klein räumige Nahversorger ansiedeln, um Weißenstein als Wohnort noch attraktiver zu machen.

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Bgm. Harald Haberle möchte Weißenstein noch attraktiver machen. - © KK

Pandemie sorgt für deftiges Minus

Auch Weißenstein hat wie viele andere Gemeinden mit Einnahmenausfällen durch die Pandemie zu kämpfen. „Wir sind eine strukturstarke Gemeinde. Die nur geringen Einbußen unserer drei Leitbetriebe und der Gewerbebetriebe führten nur zu einem leichten Rückgang der Kommunalsteuereinnahmen. Was uns jedoch zu schaffen macht, ist der Ausfall der Ertragsanteile“, erklärt der ausgebildete Elektromeister. „Dieser Ausfall riss ein Loch von 250.000 Euro in unser 6,2 Mio. Euro starkes Gemeindebudget und wir wissen nicht, wie wir das ausgleichen sollen“, beschreibt Haberle, der auf die versprochene Ausgleichszahlung vom Bund wartet. „Auch wir müssen unsere Rechnungen bezahlen und das Geld fehlt in unserem laufenden Betrieb.“

Vereinsleben soll bald wieder starten können

Nicht nur das Budget hat unter der Pandemie gelitten, auch die Tätigkeiten der Vereine mussten stark zurückgeschraubt werden. „In unserer Gemeinde herrscht ein reges Vereinsleben“, lächelt Haberle, der derzeit noch als Betriebsleiter in einem Chemiekonzern tätig ist. „Allein unsere fünf Feuerwehren leisten großartiges, denn bei uns stehen sie vor Aufgaben, die in anderen Gemeinden nicht gegeben wären“, sagt der Bürgermeister. „Die Theatergruppen und Sportvereine mussten im letzten Jahr auf vieles verzichten. Wir hoffen, dass im Herbst wieder Normalität für unsere Vereine eintreten kann.“

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