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© pixabay

Frühjahrsputz

Steigende Brandgefahr durch falsch entsorgte Batterien

Kärnten/Österreich – In Österreich landen jährlich rund 1,4 Millionen Lithiumbatterien im Restmüll, anstatt in Sammelzentren oder dafür vorgesehenen Behältern bei Handelsketten abgegeben zu werden.

 2 Minuten Lesezeit (334 Wörter)

Steigen die Temperaturen, nutzen viele Menschen den Frühjahrsputz, um jene Dinge zu entsorgen, die nicht mehr benötigt werden. Aufgrund von fehlendem Wissen um die korrekte Entsorgung landeten 2019 in Österreich 1,4 Millionen Batterien im Restmüll. Diese Zahl könnte sich laut Wissenschaftlern der Montanuniversität Leoben in den nächsten Jahren auf 2,8 Millionen verdoppeln. Eine repräsentative Studie des VOEB aus dem Jahr 2019 unter 500 Österreichern zwischen 14 bis 69 Jahren zeigt: Nur 50% der Befragten wissen, dass Lithiumbatterien bzw. Akkus aufgrund von Brandgefahr keinen hohen Temperaturen ausgesetzt sein sollen. Weniger als 40% sind sich im Klaren darüber, dass Batterien wertvolle Rohstoffe (Metalle) enthalten, die wiederverwertet werden können.

Fehlendes Bewusstsein bei unter 30-Jährigen

Gerade bei jüngeren Gruppen (14 – 29 Jahre) sind sich nur 29% darüber im Klaren, dass der Handel verpflichtet ist, alte/leere Batterien zurückzunehmen. Lediglich für 32% spielt die fachgerechte Entsorgung eine wesentliche Rolle. Schlussendlich geben nur 37% dieser Altersgruppe an, Batterien fachgerecht zu entsorgen. Zum Vergleich: Bei der Gruppe der 60 – 69-Jährigen beträgt dieser Wert 71%. „Die Ergebnisse zeigen, dass gerade bei Personen unter 30 Informationsbedarf besteht. „Obwohl diese Altersgruppe als Digital Natives oftmals die stärkste Affinität zu Smartphones, Tablets und Co aufweist, ist das Bewusstsein über damit einhergehende potenzielle sicherheitstechnische Gefahren oder die richtige Entsorgung am geringsten. Gerade diese Geräte sind jedoch mit sehr leistungsstarken Lithiumbatterien ausgestattet“, so Gabriele Jüly, Präsidentin des VOEB.

Langfristig Explosionsgefahr vermeiden

Das Risiko bei falscher Entsorgung wird ebenso unterschätzt. Lediglich 11% aller Befragten machen sich Sorgen, dass Lithiumbatterien Brände im Haushalt auslösen könnten. Mit den Entsorgungsdiensten gelangen potenzielle Gefahren dann in die Müllverwertungsanlagen. Dort führt die falsche Entsorgung immer wieder zu Bränden und gefährdet somit die Mitarbeiter, ungeachtet der finanziellen und umweltschädlichen Auswirkungen. Allein in der EU landen jährlich fast 225.000.000 Lithiumbatterien im Müll.

Worin sind Lithiumbatterien enthalten?

Notebook, Smartphone, Tablet, Powerbank, E-Scooter, E-Bike, Akku-Bohrer, Gartengeräte (Rasenmäher, Heckenschere), blinkende Kinderschuhe, Digitalkamera, Staubsauger, Spielzeug, Taschenlampe, Elektronische Grußkarten, Stabmixer, Schreibtischlampe.

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