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Politik - Kärnten
Theuermann:
Theuermann: "Die Menschen werden bald nicht mehr die Koralm und die umliegende Natur, sondern eine Produktionshalle bewundern dürfen." © FPÖ

"Anrainer fühlen sich im Stich gelassen"

Wirbel um geplante Industrie­ansiedlung in Wolfs­berg

Wolfsberg – K-Industries plant einen neuen Produktionsstandort in St. Marein zu errichten. Die Wolfsberger Stadträtin Isabella Theuermann kritisiert die neue Betriebsansiedelung: "Anrainer fühlen sich überfahren und im Stich gelassen."

 3 Minuten Lesezeit (416 Wörter) | Änderung am 21.04.2021 - 07.11 Uhr

Vergangene Woche war aus Medienberichten zu erfahren, dass der Industrieanlagenbauer K-Industries (ehem. Kresta) plant auf dem Gewerbegrund im Bereich des Flugplatzes St. Marein einen neuen Produktionsstandort zu errichten. Den Bauplänen ist zu entnehmen, dass die Betriebsansiedelung von K-Industries nur den Anfang eines riesigen Industriebereichs darstelle, der sich vom Autobahnzubringer Wolfsberg Süd bis zur Tubenfabrik Tubex erstrecken soll.

Wolfsberger Stadträtin ortet Wählertäuschung

„Im Zuge des Wahlkampfes warb Bürgermeister Primus immer wieder mit einer Betriebsansiedlung und mit der daraus resultierenden Schaffung von 150 Arbeitsplätzen, hielt jedoch wohlüberlegt stets den Namen des Unternehmens geheim“, heißt es in einer aktuellen Aussendung der FPÖ. Die Wolfsberger Stadträtin Isabella Theuermann ortet darin eine Wählertäuschung. Es handle sich – laut Theuermann – lediglich um eine Verschiebung von Arbeitsplätzen. Bestehende Arbeitsplätze aus dem benachbarten St. Andrä sollen übersiedeln, da dort der Mietvertrag nicht verlängert werde.

„Anrainer sind schockiert, verärgert und enttäuscht“

„Primus wirbt ein Unternehmen aus der SPÖ-Nachbargemeinde ab, um die Kommunalsteuer für Wolfsberg zu beanspruchen. Hauptsache Wolfsberg hat die Schwerindustrie an seiner Eingangspforte und zerstört damit eine idyllisch, familiäre Siedlung“, so die Wolfsberger Stadträtin. Theuermann weiter: „Ich habe mich mit einigen Anrainern zu unterhalten und mich an deren Wissensstand zu erkundigen. Es ist für mich mehr als erschreckend und enttäuschend, dass die Anrainer ihre Informationen einzig allein aus einem Zeitungsartikel beziehen. Die Anrainer sind schockiert, verärgert und enttäuscht.“

Theuermann fordert absolute Transparenz 

„Es ist Wahnsinn, dass der Bürgermeister für ein derart fortgeschrittenes Projekt nicht das Gespräch mit den Anrainern gesucht hat“, hebt Theuermann hervor. Sie fragt: „Wo bleibt die, von Bürgermeister Primus im Wahlkampf angekündigte Transparenz und wie verhält es sich mit seinem Versprechen, immer die Interessen der Wolfsberger zu vertreten und auf deren Anliegen Rücksicht zu nehmen?“ Die Wolfsberger Stadträtin erwarte sich von Bürgermeister Primus, dass er unverzüglich das Gespräch mit den Anrainern suche: „Ich fordere absolute Transparenz und dazu gehört auch die Offenlegung von bisherigen Vereinbarungen und Optionsverträgen, die zwischen der Stadt Wolfsberg und K-Industries getroffen wurden. […] Die Anrainerinnen und Anrainer haben das Recht, über jeden einzelnen Schritt dieses Projekts informiert zu werden.“ Laut Theuermann würden die Anrainer zu Recht einen immensen Wertverlust von ihren Immobilien sowie massive Einbußen ihrer Lebensqualität durch Schmutz und Lärm befürchten.
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Wolfsberger Stadträtin Isabella Theuermann

Wolfsberger Stadträtin Isabella Theuermann - © fb Isabella Theuermann

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