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Keine Lust auf Strafen oder Diskussionen

Wirtin sperrt im Mai nicht auf: “Kann und will meine Gäste nicht kontrollieren”

Köttmannsdorf – "Aufsperren würde mir im Moment mehr schaden als nutzen", hält Puschnig-Wirtin Gerlinde Motschiunig nüchtern fest. Für sie kommt es erstmal nicht infrage ihren Betrieb am 19. Mai zu öffnen. "Ich habe weder die Lust noch die Möglichkeit alle meine Gäste so zu kontrollieren, damit ich am Ende nicht irgendeine Strafe bekomme".

 2 Minuten Lesezeit (359 Wörter) | Änderung am 07.05.2021 - 10.36 Uhr

Das Gasthaus Puschnig in Köttmannsdorf wird am 19. Mai erstmal nicht wieder aufsperren. Warum? “Ganz einfach: Ich werde mich nicht mit meinen Gästen anlegen und herumstreiten”, erklärt die Chefin gegenüber 5 Minuten.

“Diskussionen wären vorprogrammiert.”

Sollte sie zum erlaubten Zeitpunkt unter allen geltenden Maßnahmen öffnen, sieht sie die Diskussionen schon vor sich. Aussagen wie: “Ach ich trink nur schnell ein Bier”, “Ich brauch eh keine Maske, oder?” und “Ich brauch dann eh keinen Test”, hat Motschiunig allein bei den Abholungen von Bestellungen schon öfter gehört. “Mir fehlt auch ehrlich gesagt das Personal damit ich alle Gäste dann registriere, kontrolliere und auch noch aufpasse, dass jeder immer eine Maske auf hat. Vor allem am Wochenende ist das ein Ding der Unmöglichkeit“, stellt sie klar. Wie sich die Obrigkeiten das alles vorstellen, ist ihr schleierhaft.

Gäste verärgern oder Strafen in Kauf nehmen?

Die alteingesessene Köttmannsdorferin befindet sich also derzeit in einem echten Zwiespalt: “Ich möchte meine Gäste und Stammkunden auf keinen Fall verlieren, aber ich möchte und muss mich auch an die Regeln halten. Man kann zwischen Not und Elend wählen“, klagt sie. Der Wirtin ist bewusst, dass viele Kollegen im Ort die Angelegenheit lockerer sehen, sie selbst möchte aber Strafen und Anzeigen möglichst aus dem Weg gehen. Wie es genau weiter gehen soll, kann Motschiunig noch nicht sagen, vorerst will sie weiter auf den Abholservice setzten, der gut genutzt wird. “Ich werde den Mai nutzen, um mir eine Lösung zu überlegen und wir werden sehen, wie es weitergeht. Natürlich würde ich, wenn es geht, Anfang Juni wieder aufsperren”, wagt sie eine vorsichtige Prognose.

Positive Rückmeldungen der Gäste

Auf der Facebookseite des Gasthauses hat die Wirtin ihre Entscheidung bereits mitgeteilt. “Die Rückmeldungen waren viel besser als gedacht“, gibt sie zu. Über 100 Mal wurde der Post schon geteilt. Das abschließende Fazit der Gastronomin: “Derzeit kann man sich wirklich nur ärgern und ich habe nicht viel Hoffnung, dass es bald besser wird. Trotzdem versuche ich positiv zu bleiben und ich freue mich, wann auch immer, meine Gäste irgendwann wiederzusehen”.

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