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STARTSEITE > Kärnten > Wirtschaft Veröffentlicht am 25.09.2021, 09:59

Freie Seezugänge bleiben erhalten

Vertrag verlängert: Zehn Kärntner Seen sollen weiterhin frei zugänglich bleiben

Kärnten - Mit Ende dieses Jahres läuft der Vertrag des Landes Kärnten mit den Österreichischen Bundesforsten über die Fortführung der Gemeindeverträge, der Bewahrung freier Seezugänge und den Erhalt der natürlichen Seeuferteile an zehn großen Kärntner Seen aus. Betroffen sind der Wörthersee, Längsee, Ossiacher See, Millstätter See, Weißensee, Baßgeigensee, Afritzersee, Brennsee, Falkertsee, Presseggersee.
von Sarah Oschounig1 Minute Lesezeit (229 Wörter)

Dementsprechend nennt Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser es auch ein „Herzensanliegen“, den Zugang und den Erhalt bzw. den Ausbau der Wasserqualität der Kärntner Seen für die in Kärnten lebende Bevölkerung und alle Gäste weiterhin zu schützen und zu sichern: „Es ist alles zu tun, um unsere Seen und den Zugang zu ihnen zu schützen!“

“Sind uns einig, dass wir den Vertrag verlängern”

Aus diesem Anlass wandte sich der Landeshauptmann kürzlich auch in einem Schreiben an die, für die Bundesforste verantwortliche Ministerin Elisabeth Köstinger, sowie an die Vorstände der Bundesforste selbst. Auf Einladung von Landeshauptmann Peter Kaiser folgte gestern, Freitag, dann auch ein Arbeitsgespräch mit der Betriebsleiterin der Bundesforste in Kärnten, Antje Güttler, und Nikolaus Wlassits, Immobilienteamleiter der Bundesforste in Kärnten, passenderweise direkt am Millstätter See. „Die positive Nachricht vorweg: wir sind uns einig, dass wir den Vertrag verlängern und damit den Zugang zu zehn der wichtigsten Kärntner Seen auch in Zukunft erhalten wollen“, berichtet Kaiser. Land und Bundesforste würden nun gemeinsam und partnerschaftlich an Vertragsdetails arbeiten. „Wir haben uns grundsätzlich und sehr partnerschaftlich geeinigt und gehen jedenfalls von einer baldigen Unterzeichnung aus“, so Kaiser, der die sehr gute Zusammenarbeit des Landes mit den Bundesforsten auch bei der von ihm gestarteten Initiative zur Schaffung freier Seezugänge betont.

Hintergrund:

Im Jahr 2001 standen zehn Kärntner Seen namentlich der Wörthersee, Längsee, Ossiacher See, Millstätter See, Weißensee, Baßgeigensee, Afritzersee, Brennsee, Falkertsee, Presseggersee zum Verkauf. Der Kärntner Landtag hat zum damaligen Zeitpunkt einen einstimmigen Beschluss gefasst, dass diese Kärnten Seen in das Eigentum des Landes übergehen sollen. Der damalige Kärntner Landeshauptmann Dr. Jörg Haider wurde mit diesem Beschluss beauftragt, die entsprechenden Verhandlungen zu führen. Aus nicht bekannten oder nachvollziehbaren Gründen ist keine Umsetzung dieses Beschlusses des Kärntner Landtages erfolgt. Die Österreichischen Bundesforste haben daher für € 58,5 Mio. die angesprochenen zehn Kärntner Seen als Bewirtschafter für die Republik in die Verwaltung übernommen. Von Seiten des Landes Kärnten wurde daraufhin eine Vereinbarung mit den Österreichischen Bundesforsten abgeschlossen, welche die nachhaltige und auch eine möglichst der breiten Öffentlichkeit zugängliche Nutzung, sicherstellen sollte. Essentielle Eckpunkte dieses seit 1. Jänner 2002 gültigen Vertrages sind eine Verpflichtung der Österreichischen Bundesforste, die betroffenen Grundstücke weder entgeltlich noch unentgeltlich zu übertragen, ein Vorkaufsrecht des Landes, einen Schutz der öffentlichen Nutzbarkeit inklusive freier Seezugänge und den Erhalt der natürlichen Seeuferteile zu gewährleisten.

Veröffentlicht am 25.09.2021, 09:59
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