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Veröffentlicht am 26.10.2021, 06:11

Kärnten bekommt Chief Digital Officer (CDO)

Kärnten als High Tech Region: Task Force für voran­schreitende Digitalisierung geplant

Kärnten - Das Land Kärnten wird seine Bemühungen mithilfe der voranschreitenden Digitalisierung noch serviceorientierter und effizienter zu werden, intensivieren. Wie Landeshauptmann Peter Kaiser heute, Sonntag, ankündigt, soll dazu mittels Beschluss in der kommenden Regierungssitzung sowohl ein Chief Digital Officer (CDO) als auch eine verwaltungsinterne Task Force eingesetzt werden.
von Carolina Kucher3 Minuten Lesezeit (365 Wörter)

„Kärnten wird mittlerweile international als aufstrebende Hightech Region wahrgenommen. Um diesem Anspruch nicht nur zu genügen, sondern selbigen auszubauen und vor allem, um unsere Bürgerinnen und Bürger ebenso wie unsere Unternehmen und Interessenten am Standort Kärnten, noch besser, schneller, transparenter und effizienter zu servicieren und gleichzeitig Kosten zu senken, machen wir mit dem Beschluss bzw. der Implementierung einen weiteren wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft“, betont Kaiser.

In der Pandemie noch wichtiger

Er verweist auch auf die Tatsache, dass die Wichtigkeit, Notwendigkeit und vor allem die Funktionsfähigkeit digitaler Geräte für jegliche Kommunikation so sichtbar hervorgetreten sei, wie im Zuge der Coronapandemie. Homeoffice, Distance Learning, Kundenkontakte via Videokonferenzen, Onlinekurse, Webinare und vieles mehr bestimmten den Alltag, weil der persönliche Kontakt nicht mehr möglich war.

Welche Aufgabe hat der neue CDO?

Die Aufgaben des Chief Digital Officer (CDO) umfassen das gesamtheitliche Fortschreiten der Digitalisierung im Land, das Erkennen und Begleiten der Transformationsprozesse, die für die weitere Digitalisierung nötig sind, die Analyse bestehender digitaler Strukturen und die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie. „Der CDO hat sämtliche technischen, wirtschaftlichen und kommunikativen Aspekte einer voranschreitenden digitalisierten Verwaltung zu organisieren, muss entsprechende Entscheidungen treffen können und die bereichsübergreifende Koordination über alle Führungsebenen und Fachgebiete hinweg übernehmen“, beschreibt der Landeshauptmann.

Potenziale ausschöpfen

Mit der Task Force wird die Zusammenarbeit über sämtliche Ebenen hinweg bis hin zu den Bezirkshauptmannschaften sichergestellt. “Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet, dass eine Ausweitung des digitalen Service-Angebotes beispielsweise betreffend Amtswege, Förderanträge, Einreichungen von Unternehmen usw. Immerhin werden aktuell über 80.000 Anträge im Jahr digital eingebracht und stehen rund 400 Leistungen und Formulare digital zur Verfügung“, erklärt Kaiser. Das Potenzial liege jedoch eindeutig höher und sollte mit den neuen Maßnahmen entsprechend gehoben werden. Nach wie vor würden über 150.000 Zahlungs- und Verrechnungsvorgänge im Jahr im Land analog durchgeführt. Mittels vollständiger Digitalisierung könnten diese Rechnungen rascher geprüft und der Prozess deutlich verkürzt werden.

Derzeit befindet sich der digitale Verwaltungsakt innerhalb der Landesverwaltung in einem Pilotprojekt. Ziel ist es durch eine gescannte Aktenerledigung, elektronische Genehmigung die Verwaltungsabläufe wesentlich zu beschleunigen.

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