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/ ©Stefan Kristoferitsch

Kürbiskernöl-Championat 2023/24: Das sind die strahlenden Sieger

Die Champions-League der besten Kernöle des Landes gewannen Christine und Robert Faßwald aus St. Peter am Ottersbach vor Marlies und Reinhard Walter aus St. Stefan im Rosental sowie Natascha und Josef Kowald aus Neudorf ob Wildon.

von Elisa Kolditz
4 Minuten Lesezeit(942 Wörter)

Bei der Kür zur „Ölmühle des Jahres“ machte die Ölmühle Höfler aus Kaindorf bei Hartberg das Rennen. Platz zwei ging an die Ölmühle Auer aus Großsteinbach, Platz drei an die Ölmühle Schmuck aus Deutschlandsberg. Als erste Gratulanten stellten sich Star-Jurorin und Spitzenköchin Johanna Maier sowie Landwirtschaftskammerdirektor Werner Brugner und Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl ein.

Nur Perfektes Öl beeindruckte die Juroren

Aus den Top 20-Ölen des Landes erkostete die prominente 66-köpfige Expertenjury in der „Landesberufsschule Bad Gleichenberg für Kulinarik und Tourismus“ die absolut besten Kernöle des Landes. Veranstalter waren die Landwirtschaftskammer und die Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl. Große Emotionen bei der spannungsgeladenen Siegergala. Platz 1 und damit den Titel „Kürbiskernöl-Champion 2023/24“ in dieser Königsdisziplin holten sich „völlig überraschend und unterdrückten Freudentränen“ Christine und Robert Faßwald aus St. Peter am Ottersbach, für die „Qualität über alles geht“. Platz 2 ging an die Kernölprofis Marlies und Reinhard Walter aus St. Stefan im Rosental, für die ein Traum in Erfüllung gegangen ist. Platz 3 belegten Natascha und Josef Kowald aus Neudorf ob Wildon, deren Erfolgsrezept „leidenschaftliche Qualitätsarbeit“ ist und damit den Durchbruch an die absolute Spitze schafften.

Qualität bei allen Arbeitsschritten

„Mit diesem großen Sieg haben wir überhaupt nicht gerechnet. Wir geben für unser Kürbiskernöl das Beste und tun das auch künftig“, strahlen Christine und Robert Faßwald. Christine Faßwald, die mit unterdrückten Freudentränen kämpft, ergänzt: „Qualität bei allen Arbeitsschritten – am Acker, beim Putzen, Waschen und Trocknen, Lagern und Pressen der Kerne – ist unser Credo.“ Seit 28 Jahren sind sie Kürbiskernöl-Profis, in deren Fußstapfen auch Sohn Stefan (32) treten wird. Das heurige Kürbisjahr für die frischgebackenen Champions schlichtweg „ein Horror“. Statt 17.000 Pflanzen pro Hektar sind etwa nur 400 aufgelaufen, die Kürbisse mussten kostenintensiv neu angebaut werden. Doch dem nicht genug: Hagel und Hochwasser zerstörten letztendlich 4/5 der erhofften Ernte. „Uns rettet die gute Kernernte des Vorjahres, sodass wir zumindest unsere Stammkunden versorgen können“, sagen Christine und Robert Faßwald. Das Champion-Kürbiskernöl ist also knapp. Erhältlich ist ihr ausgezeichnetes Kürbiskernöl ab Hof und via Bestellungen per Versand.

Ölmühle des Jahres

Zum dritten Mal wurde beim Kürbiskernöl-Championat auch die „Ölmühle des Jahres“ vor den Vorhang geholt, um die besonderen Leistungen der heimischen Ölmühlen ins Rampenlicht zu stellen. Denn ein gutes Kürbiskernöl kommt nur dann in die Flasche, wenn alle Arbeitsschritte perfekt durchgeführt werden: Die Arbeit am Feld, die Ernte, die Trocknung und Lagerung der Kerne sowie das schonende Rösten und achtsame Verpressen in der Ölmühle. Sieger bei diesem Bewerb wurde, wer als Lohnpresser im Zuge der Landesprämierung die meisten eingereichten und prämierten Kübiskernöle sowie die meisten Kernöle mit der Höchstpunkteanzahl vorweisen konnte. Platz eins ging an die Ölmühle Höfler aus Kaindorf bei Hartberg. Platz zwei erreichte die Ölmühle Auer aus Großsteinbach. Der dritte Platz ging an die Ölmühle Schmuck aus Deutschlandsberg.

Stargast beim Kürbiskernöl-Championat

Stargast und Juror beim Kürbiskernöl-Championat 2023/24 ist die internationale Spitzenköchin und Kochbuchautorin Johanna Maier. Die Salzburgerin ist die erste Frau, die zeitgleich vom Restaurantführer Gault-Millau mit vier Hauben und vom Guide Michelin mit zwei Sternen ausgezeichnet wurde. Heute ist es für die Grande Dame als beste Köchin der Welt eine Freude ihr Wissen und ihre Erfahrung in der Kochakademie weiterzugeben und im kleinen Kreis ihre Gäste kulinarisch zu verwöhnen.

Kriterien bei der Verkostung

Farbe, Viskosität, Geruch und Geschmack sind ausschlaggebende Kriterien bei der Kür. So muss Kürbiskernöl typische Zweifarbigkeit aufweisen, also dunkelgrün und leicht rotbraun schimmernd sein. Hinsichtlich der Viskosität muss bestes Öl dickflüssig vom Löffel auf den Teller fließen. Der Geruch muss frisch sein und einen typisch nussigen Ton sowie idealerweise auch Nuancen von Schokotönen und Brotrinde dabeihaben. Im Mund muss der Geschmack von Kürbiskernöl frisch sein und den Gaumen mit einem nussigen Geschmack nuanciert mit Schokotönen und Brotrinde umspülen.

Außergewöhnliche Kürbiskernölqualität trotz kleinerer Kürbisse

Der trockene Sommer lies die Kürbisse heuer besonders gleichmäßig reifen. Die einheitlich gereiften Kerne lassen folglich heuer eine außergewöhnliche Kürbiskernölqualität erwarten. Hervorragend war auch das Blühwetter im Juni, sodass die fleißigen Bienen und Hummeln beste Bestäubungsarbeit leisteten. Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl: „Obwohl die Kürbisse heuer eher klein waren, enttäuschten die Kernerträge nicht.“ Einen Wermutstropfen gibt es für die Kernölliebhaber, so Labugger: „Durch die enormen Kostensteigerungen in der Produktion, bei der Verpackung und beim Transport wird es zu moderaten Preissteigerungen kommen.“

Dunkelgrün und nach Nüssen duftend

Einzigartig „steirisch“ dunkelgrün, nach Nüssen duftend und intensiv im Geschmack, eroberte das Steirische Kürbiskernöl g.g.A. als kulinarisches Aushängeschild der Steiermark die Herzen der Bevölkerung und der internationalen Spezialitäten-Küche. Steirisches Kürbiskernöl ist untrennbar mit der Steiermark verbunden und erfolgreicher Botschafter unseres Landes. Es gibt kein vergleichbares Produkt, das Genuss und Gesundheit besser vereint.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 22.10.2023 um 11:53 Uhr aktualisiert
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