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/ ©Lunghammer - TU Graz

Forschung zeigt: Helmtragen verringert Verletzungsrisiko bei E-Scootern

Das Institut für Fahrzeugsicherheit der Technischen Universität Graz hat eine Studie über E-Scooter-Unfälle durchgeführt.

von Nadia Alina Gressl
Nadia Gressl 5 Minuten
2 Minuten Lesezeit(288 Wörter)

Virtuelle Menschenmodelle wurden verwendet, um die wichtigsten Faktoren zur Vermeidung schwerer Verletzungen zu identifizieren. Die Nutzung von E-Scootern hat in den letzten Jahren stark zugenommen, was jedoch auch zu einer steigenden Anzahl von Unfällen geführt hat.

Verringerung des Verletzungsrisikos

Vor dieser Studie war wenig über die Verletzungsmechanismen bei E-Scooter-Unfällen bekannt. Im Rahmen des vom Zukunftsfonds Steiermark geförderten Projekts „SURF“ untersuchte das Institut für Fahrzeugsicherheit der TU Graz dieses Thema anhand virtueller Menschenmodelle und entwickelte Empfehlungen zur Verringerung des Verletzungsrisikos bei E-Scooter-Unfällen.

Reduktion um bis zu 44 Prozent

Die Studie ergab, dass das Tragen eines Helms das Risiko von Kopfverletzungen erheblich reduziert, und zwar um bis zu 44 Prozent. Außerdem zeigte sich, dass ein Verbot von E-Scootern auf Gehsteigen und Gehwegen sinnvoll ist, da Zusammenstöße mit Fußgängern oft zu schweren Verletzungen führen. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung würde die Sicherheit weiter erhöhen, insbesondere bei Alleinunfällen.

Reduzierung der Geschwindigkeit

Die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern würde auch Anfängern zugutekommen, da die Studie zeigte, dass auch unerfahrene Fahrer oft die Höchstgeschwindigkeit ausreizen. Um realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen, analysierte das Forschungsteam zunächst das Unfallgeschehen anhand von Literatur, Unfallaufzeichnungen und Videos. Anschließend kombinierten sie diese Ergebnisse mit Versuchen an Freiwilligen, um die Fahrpose für virtuelle Menschenmodelle zu ermitteln.

Helm tragen und verantwortungsbewusst Fahren

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass das Tragen eines Helmes und die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Gehsteigen und Gehwegen dazu beitragen können, schwere Verletzungen bei E-Scooter-Unfällen zu vermeiden. Christoph Leo, Projektleiter, betont die Wichtigkeit dieser Maßnahmen und weist darauf hin, dass die Risiken von E-Scootern im Straßenverkehr oft unterschätzt werden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 23.10.2023 um 14:54 Uhr aktualisiert
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