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Ermittlungen zum Vorfall in Bad Sauerbrunn laufen noch

Witwe kritisiert Polizei nach Schussdrama: „Er hat mich nie bedroht“

Im Fall des Mannes, der am Freitag in Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg) Polizisten mit einer Machete angegriffen haben soll und erschossen wurde, hat dessen Witwe Kritik an der Vorgangsweise der Exekutive geübt.

von Elisa Auer
2 Minuten Lesezeit(381 Wörter)

Die Polizei hat am Freitagnachmittag, den 5. Jänner in Bad Sauerbrunn einen Mann, der einen Beamten mit einer Machete angriff, erschossen. Dem vorangegangen ist ein Familienstreit in einem Haus – wir berichteten. Die Frau erklärte nun gegenüber „Krone“, „Heute“ und „Österreich“, ihr Gatte habe sie nicht bedroht, statt eines Polizeieinsatzes hätte es einen psychiatrischen Notdienst gebraucht. Die Landespolizeidirektion Burgenland verwies auf APA-Anfrage auf die laufenden Ermittlungen.

Mutmaßlicher Täter ließ sich nicht beruhigen

Am Freitagnachmittag war die Polizei aufgrund einer Familienstreitigkeit alarmiert worden, hieß es abends in einer Aussendung der Landespolizeidirektion. Beim Eintreffen am Einsatzort habe der 55-Jährige dann zunächst seine Frau und die zwei Exekutivbeamten mit einer Machete bedroht und einen davon auch verletzt. Als der mutmaßliche Täter sich nicht beruhigen ließ, kam es zum Einsatz der Dienstwaffen – wodurch er tödlich getroffen wurde. Dies bestätigte auch die sofort angeordnete Obduktion.

Mann erlag der Schussverletzung

„Das Ergebnis liegt vor, der Tod trat ein infolge einer Schussverletzung“, nähere Details werde aber erst das schriftliche Gutachten enthalten, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt Petra Bauer am Montag. Zu klären sei etwa, wie viele Schüsse abgegeben wurden und wie viele Dienstwaffen zum Einsatz kamen. Auch Bauer verwies auf die noch laufenden Ermittlungen. Laut dem bisherigen Stand habe am Einsatzort eine „Bedrohungslage“ gegen die Frau des mutmaßlichen Täters und zwei Beamte bestanden.

„Es hätte einen psychiatrischen Notdienst gebraucht“

Die Witwe des Getöteten kritisierte indes in mehreren Tageszeitungen die Polizei. Ihr Mann sei „Künstler, Schauspieler und Umweltaktivist“ gewesen. Er habe am Freitag selbst den Notruf gewählt und seinen Geisteszustand beschrieben. Als die Polizisten eintrafen, sei sie zum Gartentor gegangen und habe erklärt, dass sie einen psychiatrischen Notdienst bräuchten. Dann sei ihr Mann hinter ihr gestanden mit der „Machete für Gartenarbeiten“ in der Hand, die er auf das Gartentor gelegt habe. „Er hat mich niemals bedroht“, erklärte die 60-Jährige.

Ermittlungen dauern noch an

Der Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland Helmut Marban verwies auf die noch laufenden Ermittlungen in der Causa. Den Ergebnissen könne er nicht vorgreifen. Neben den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen werden die internen Untersuchungen vom Landeskriminalamt Wien geführt. (APA/red, 8. 1. 24)

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